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Wilhelma Zoo

Wer Elefanten baden sehen möchte und gigantische, uralte "Baumpersönlichkeiten" kennen lernen möchte, der sollte unbedingt in den einzigen zoologisch-botanischen Garten Deutschlands kommen – die Wilhelma in Stuttgart.

Geschichte des Stuttgarter Zoo

Als im Jahre 1829 im Park des Schlosses Rosenstein Mineralquellen gefunden werden, beginnt König Wilhelm I. mit der Planung eines Badehauses im Maurischen Stil. Dazu wollte er gerne eine Orangerie und ein Gewächshaus erschaffen lassen. Die Planung, eigentlich durchgeführt durch den Architekten Karl Ludwig von Zanth, entpuppt sich wegen der hohen Kosten jedoch als "wackeliges Projekt" und ist immer wieder kurz vor dem Stillstand. 1846 wird letztendlich, nach langem Zureden des Architekten, aus dem Badehaus ein Gebäude namens "Wilhelma" mit Kuppelsaal und zwei angrenzenden Gewächshäusern und Eckpavillon. Eröffnet und eingeweiht wird es am 30.09.1846 zur Hochzeit des Kronprinzen Karl mit Zarentochter Olga Nikolajewna. Der Park wurde im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut und um botanische Sehenswürdigkeiten erweitert. Erst gegen 1880 wurde, nach Wilhelms Tod, das Flanieren im Park allmählich öffentlich. 1951 kommen erstmals exotische Tiere – Afrikanische Steppentiere – hinzu. Schon bald folgen die ersten Pinguine. Immer wieder musste um die Genehmigung für die Haltung von Tieren in dem Park gekämpft werden - bis die Wilhelma 1952 zum ersten und einzigen zoologisch-botanischen Garten Deutschlands ausgebaut wird. Die ersten drei Elefanten treffen ein, von denen die Elefantendame Vilja bis vor Kurzem noch am Leben war. Der „Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma e.V.“ wird 1956 gegründet und setzt sich seither für den Erhalt der Wilhelma ein. Er wird stets ausgebaut und um weitere Tierarten erweitert.

Beeindruckende Pflanzen- und Tierwelt

Im Jahre 2005 wurde sogar mit der größten Pflanze der Welt, der Titanenwurz, ein Weltrekord aufgestellt. Viele der alten Bäume in der Wilhelma stammen noch aus der Gründungszeit um 1840 oder auch früher. Auch exotische Blauglockenbäume, Trompetenbäume oder Taschentuchbäume sind hier mit ihrer Blütenpracht zu bewundern. Doch selbst die kalifornischen Mammutbäume mit einer Höhe von bis zu 30 Metern, sind hier zu bestaunen. Dank seiner rund 8000 Tieren in 1000 Arten und 6000 Pflanzenarten zählt sich die Wilhelma zu den artenreichsten Zoos weltweit. Doch auch mit seinen historischen Gewächshäusern und seinen Unmengen an blühenden Blumen überzeugt der Park täglich eine Vielzahl an Besuchern. Man könnte meinen die Wilhelma sei eine Sammlung von Rekorden der gesamten Pflanzenwelt. Viele Überraschungen warten hier auf Interessierte, Hobby-Botaniker und Tierfreunde. Neben der historischen Parkanlage imponiert dem Besucher ein Magnolienhain, der Seerosenteich, eine Flüstergalerie und viele weitere Attraktionen. Fütterungen, Elefantenbaden, Führungen und Tierbegegnungen sind nur einige davon. Auch Rundgänge für jeden Geschmack werden hier angeleitet. Möchte man lieber zu später Stunde, ohne Treppen oder nicht im Freien (bei schlechtem Wetter) durch den Park schlendern, so ist auch dies möglich.